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Foto: by Silvermine - Fotodesign

Interview Rheinischen Post - Kempen vom 18.01.2008
 
Kempen
Drei Alben allein in diesem Jahr

Interview „Für echten Blues zu heavy, für Heavy Metal zu bluesig“, so beschreibt der Kempener Sänger und Gitarrist Dennis Hormes (27) seinen Stil. Im Gespräch mit der Rheinischen Post verrät der vielbeschäftigte Musiker, worauf sich Hormes-Fans in den kommenden Monaten freuen können.

Mit zwölf Jahren begann er Gitarre zu spielen, mit 16 tourte er bereits mit den Profis durch die USA. Der Kempener Sänger und Gitarrist Dennis Hormes ist im internationalen Musikbusiness längst kein Unbekannter. Im RP-Gespräch verrät er seine Pläne für 2008 und wie er an seine erste E-Gitarre kam.

Woran arbeiten Sie derzeit?

Hormes:
Nach der sehr hektischen Zeit 2005/06 habe ich schon im vergangenen Jahr mein Arbeitspensum stark reduziert. Ich werde aber in den kommenden Monaten ins Studio gehen und an meinen drei neuen Alben arbeiten.

Was bekommen die Hormes-Fans denn 2008 zu hören?

Hormes:
Ich arbeite an drei sehr unterschiedlichen Alben. Zunächst ist da meine Blues-Platte. Das soll auf jeden Fall ein Live-Album werden, keine klinische Studioaufnahme. Wir suchen deshalb nach einem geeigneten Club, der das entsprechende Equipment hat und in den 150 bis 200 Leute passen. Die CD spielen wir dann an zwei aufeinander folgenden Aufnahmetage ein.

Und die anderen beiden CD?

Hormes:
Geplant ist ein Instrumentalalbum – also ein bisschen was Ausgefalleneres für die „Musikerpolizei“. Dabei helfen mir einige Gastmusiker. Zudem erscheint Ende 2008 ein reines Popalbum.

Zuletzt haben Sie mit Künstlern wie Marc Terenzi und DJ Bobo zusammengearbeitet. Sind das rein geschäftliche Beziehungen?

Hormes:
Nein, das geht überhaupt nicht. Wenn sie mit jemandem monatelang im Tourbus sitzen, muss das auch freundschaftlich zusammenpassen.

Mit wem hat die Arbeit am meisten Spaß gemacht?

Hormes:
Auf jeden Fall mit Terenzi. Da hat die Chemie gestimmt. Wir haben viel zusammen geschrieben. Am Ende fehlte leider die Zeit, um das alles auch umzusetzen. In der deutschen Popindustrie muss alles immer ganz, ganz schnell und möglichst günstig gehen.

Können Sie sich noch an ihre erste Gitarre erinnern?

Hormes:
Mit zwölf habe ich angefangen auf einer Accoustic-Gitarre zu spielen, wollte aber tatsächlich immer eine E-Gitarre haben. Mein Vater, der selbst viel Musik macht, hat mir ein bestimmtes Stück vor die Nase gehalten und gesagt: „Wenn du das hier spielen kannst, bekommst Du Deine E-Gitarre.“ Zwei Tage später hat er sie mir dann gekauft.

Haben Ihre Eltern Ihren Berufswunsch unterstützt?

Hormes:
Ja, sie meinten: „Wenn es das ist, was du wirklich willst, dann mach es! Aber zieh’ es auch wirklich durch.“ Das habe ich getan.

In der TV-Serie „Alles was zählt“ haben sie eine kleine Rolle gespielt. Liebäugeln Sie mit der Schauspielerei?

Hormes:
(lacht) Nein, das habe ich nur mal so zum Spaß gemacht. Ich bleibe bei der Musik.

Das Interview führten Moritz Paetz-Borchardt und Maximilian Plück.
 
 
Blues News 9. Jahrgang Ausgabe 33 04/03
 
Die DENNIS HORMES BLUES BAND spielte im Juli 2002 in klassischer Triobesetzung dieses beachtenswerte Live-Album ein, griff dabei überwiegend auf das eigene Repertoire zurück und orientiert sich dabei ebenso deutlich wie erfolgreich am Stil von Stevie Ray Vaughan. Einziger Wermutstropfen: Bis Dennis Hormes (gui. voc.), Martin Engelien (b, voc) und Dieter Steinmann (dr) richtig auf Touren kommen, dauert es etwas. Dies in Form der ersten drei (eigenen) Rocksongs, die noch nicht erahnen lassen, welches Spektakel den Hörer danach erwartet. Spätestens mit “Little Wing” springt der Funke dann aber über - beeindruckend wie Dennis Hormes dieser Hendrixnummer neues Leben einhaucht. Wie aus einem Guss präsentiert sich das Trio fortan bei den eigenen Nummern, von denen besonders der “Everyday Shuffle” und die Ballade “It’s true” benannt werden sollten. Hormes darf getrost als ausgefuchster Gitarrist bezeichnet werden, der die Licks und Tricks seiner mehr als offensichtlichen Vorbilder Stevie Ray Vaughan und Jimi Hendrix förmlich in sich aufgesogen hat. (df)
 
Drums and Percussion Ausgabe 04/03
 
The Dennis Hormes Blues Band – Live
A1 Records
Name und Titel sagen hier eigentlich schon einiges aus, aber eben noch nicht genug. Die Band ist ein Trio mit Dennis Hormes als Gitarrist und Sänger, der unterstützt wird von Martin Engelien am Bass und Dieter Steinmann am Schlagzeug. Die beiden kennt man auch von Klaus Lage her, aber eben noch nicht aus der Bluesecke. Hormes steht hier natürlich im Mittelpunkt, singt und spielt in der Tradition eines Jimmy Hendrix - und das recht gut. Neben einigen Hendrix Stücken bietet das Trio auch reichlich eigenes Material, in der gleichen Stilistik angesiedelt, nicht gerade modern, doch zeitlos gut. -Live- zeigt sich dieses Trio sicherlich von seiner besten Seite, macht Druck, liefert gutes Songmaterial und hat mit Mr. Hormes einen Frontmann, der mit Gitarre und Stimme vollends überzeugt. Lediglich der Mix schiebt die Drums etwas zu weit nach hinten.
Ansonsten ein schönes Blues-Album
 
Blues Festival Wilich Westdeutsche Zeitung 04/03
 
Den Opener machte die Dennis Hormes Blues Band, die musikalische Überraschung des Abends. Das Trio, alle Anfang 20, als Nachwuchs zu bezeichnen, grenzt an Beleidigung. Auf der Bühne standen drei ausgebuffte Profis. Der Kempener Hormes (21) bediente die E-Gitarre mit frappierender Technik, sang dazu Lead mit zigarettengeschädigter, rauer Stimme. Fetzer wie das hitverdächtige "Hold on" (Hormes) kamen atemberaubend schnell und präzise `rüber. Die Soli in langsamen Nummern wie "Don`t believe a word" (Lynnott) oder "It`s true" (Hormes) waren stimmig aufgebaut. Der Autodidakt bewies, dass er die Gitarre nicht nur á la Hendrix "aufheulen", sondern sie auch zärtlich "streicheln" kann, als habe B. B. King seine "Lucille" zwischen. Dass Hendrix noch immer der "Gott" der Blues-Gitarristen ist, zeigte die Band mit ihrer Referenz an den Meister in "Freedom", "Little wing" und "Who knows". Über der sexy Bass-Linie von Martin Zijaja und dem knallharten Schlagzeug (eine Klasse für sich: der in Hamburg lebende Franzose Jerome Lellouche) improvisierte Hormes aber keineswegs epigonal, sondern mit ganz eigenem Ton. Das Publikum, meist männliche Fans in Cowboy-Jacken, Leder, mit grauen Pferdeschwänzen und Bob-Hite-Bierbäuchen dankte es mit Hehehe und Zugabe-Rufen. 
 
Blues News-Rother Bluesfestival Magazin Nr. 30/02
 
Aber noch einer überzeugte an diesem Abend das Publikum. Die Rede ist von dem gerade 20-jährigen Dennis Hormes, der das Vorprogramm u. a. mit Jimi Hendrix- und Stevie Ray Vaughan-Interpretationen gestaltete. Das Dennis Hormes Project überzeugte auf ganzer Linie. Selbst Bernhard Allison zeigte sich beeindruckt von dem 20-jährigen deutschen Ausnahmetalent, Zitat:”Wow, this guy is killin’’ you right? - Yaeh!”..................
 
Donaukurier-Rother Bluesfestival 19.04.02
 
Apropos Kniefall, der folgt anschließend auch im Saal der Kulturfabrik. Zunächst ist es der eines 19-jährigen Gitarristen vor übermächtigen Vorbildern wie Jimi Hendrix oder Stevie Ray Vaughan. Doch mit zunehmender Konzertdauer emanzipiert sich Dennis Hormes. Ist man am Anfang noch geneigt, ihn als das nächste saitenmalträtierende Gitarrenwunder abzutun, das fehlendes Feeling mit Schnelligkeit und Technik ausgleicht, muss man bald anerkennen, dass seine Wucht und Dynamik von Herzen kommen. Spätestens mit der knochentrockenen 15-Minuten-Version von "Come Together" hat er die Kulturfabrik geknackt · der nächste Kniefall. Von den nun folgenden Ovationen ist er derart überwältigt, dass er seine Zugabe sichtlich gerührt mit "das hätte ich jetzt nicht gedacht" ankündigt. Der 19-Jährige ist auch noch in der Umbaupause das Thema.
 
Nürnberger Zeitung-Rother Bluesfestival 23.04.02
 
Dennis Hormes entflammte gefühlvoll und gleichzeitig mit unbändiger Härte und Leidenschaft ein wahres Rockfeuerwerk auf den sechs Saiten seiner eleganten Stratocaster. Begleitet von Martin Eneglien am 'spacebase" und Dieter Steinmann hinter den Trommeln zauberte der gerademal 20 -jährige Virtuose eine extravagante Mischung auf seinem musikalischen Gratweg zwischen Satriani und Hendrix und erntete offenstehende Münder und ehrfurchtsvolle Blicke.

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zuletzt aktualisiert am 06.02.2012 

 

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